Die Schweizerische Nationalbank im Strudel der Finanzkrisen

Konferenz 19-10-2016 Jean Zwahlen
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Jean Zahlen sprach am 19. September vor dem Forum suisse de politique internationale (Schloss Penthes, Genf). Ausgehend von den Grundsätzen, nach denen die Schweiz ihre Währungspolitik gestaltet, und deren Entwicklung seit 1975, kommt der Redner auf die Umstände zu  sprechen, die die BNS zur Einführung von Negativzinsen veranlasst haben. Er zieht ferner eine Bilanz der Wechselkurspolitik mit ihrem 2011 eingeführten und am 6. Januar 2015 wieder abgeschafften Euro-Mindestkurs. Seit der Finanzkrise von 2008 ist der Handlungsspielraum der BNS enger geworden; externe Umwälzungen wirken sich stark aus. Er stellt sich auch Fragen angesichts des Verschwindens des Inflationsdruckes, aber auch des geringeren Wachstums in einer Zeit, da das Mandat der Notenbanken auf die Preisstabilität fixiert bleibt. Falls internationale Finanzkrisen die schweizerische Volkswirtschaft zu destabilisieren und zu schwächen vermögen, ohne dass die BNS etwas dagegen unternehmen kann, müsste die Idee einer Übernahme des Euro nicht mehr so abwegig erscheinen.

Zum Text des Vortrags von Jean Zwahlen (pdf, 23. Seiten)

Jean Zwahlen, Senior Advisor for Asia, Union Bancaire Privée, UBP SA, anc. ambassadeur, anc. directeur général adjoint de la BNS, membre du Comité de l’Association LA SUISSE EN EUROPE.